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Engelstrompete

Lateinische Bezeichnung: Brugmansia spp.
Gesetz: legal

Die Engelstrompete (Brugmansia spp.) stammt urprünglich aus Südamerika und gehört zu den Nachtschattengewächsen. Ihre Wirkstoffe sind Scopolamin und Hyoscyamin (>> Stechapfel). Die Pflanze wächst strauchartig. Die typischen, 20-30 cm langen, nach unten hängenden, trompetenähnlichen oftmals süßlich duftenden Blüten verleihen der Pflanze ihren Namen.

Aufnahme/Wirkungsdauer
Die oberirdischen Teile der Pflanzen werden geraucht oder oral eingenommen. Auch werden die getrockneten Blätter oder Blüten als Teezubereitung mit heißem Wasser getrunken. Meist genügen zwei bis vier Blätter oder eine Blüte um Halluzinationen zu erzeugen. Teilweise werden die getrockneten Blätter auch geraucht, wobei ein etwas leichterer Rausch auftritt.

Rausch
Bei der oralen Einnahme werden die Wirkstoffe rasch resorbiert und es kommt nach einer halben bis einen Stunde zu fiebertraumähnlichen Visionen und Illusionen, die sich rasch in Halluzinationen umwandeln, bei denen der Benutzer nicht mehr zwischen Rausch und Realität unterscheiden kann. Diese teilweise sehr erschreckenden halluzinatorischen Erlebnisse können zwischen drei Stunden und drei Tagen (!) (Übergang ins Delirium) andauern.

Während des Rausches kann es vorkommen, dass der Konsument sehr verhaltensauffällig und gewalttätig wird. Die erheblichen körperlich und physischen Begleiterscheinungen machen den Rausch ausgesprochen unangenehm.

Nach der Erregungsphase fällt der Konsument häufig in einen Dämmerschlaf. Bei höheren Dosierungen und Vergiftungen berichten Betroffene oft von einem starken Gedächtnisschwund, der tagelang andauern kann. Userberichten zu Folge, ist während eines durch Scopolamin- und Atrpoinhaltige Pflanzen verursachten Rausches, ein säuerlicher Geschmack in der Mundhöhle zu bemerken.

Körperliche Wirkungen / Risiken während des Rausches
Extreme Pupillenerweiterungen über mehrere Tage können auftreten. Schluckbeschwerden und Trockenheit der Schleimhäute stehen bei scopolaminhaltigen Pflanzenteilen an der Tagesordnung. Desweiteren wird die Haut sehr heiß und trocken. Insbesondere Hals- und Kopfhaut sind meistens hochrot gefärbt.

Weitere Nebenwirkungen, die auftreten können:
- heisere rauhe Sprache
- Harnsperre
- Herzrasen bis hin zu Herzrhythmusstörungen und Kammerflimmern

Da der halluzinogene Rausch bei Engelstrompeten-Konsum sehr stark ist und der Konsument zwischen Rausch und Realität nicht mehr unterscheiden kann, kann es schnell zu selbstzerstörerischen Handlungen kommen, da sicher Konsument beispielsweise unsterblich wähnt, das Gefühl hätte, er könne fliegen oder anderes.

Safer Use
Bei Engelstrompetenkonsum sollte auf jeden Fall ein nüchterner “Rausch Begleiter” dabei sein, der während des Rausches auf die Konsumenten achtet. Das ist wegen der ausgeprägten von der Realität nicht mehr zu unterscheidenden Halluzinationen notwendig, um selbstverletzende Handlungen zu vermeiden.

Da viele Menschen auf die Wirkungsstoffe der Engelstrompete empfindlich reagieren, sind die Dosierungsangaben bei oralem Gebrauch nur mit Vorsicht zu genießen.

Wir raten dringenst von einer Berauschung mit Engelstrompeten ab, da die Konzentration der Wirkstoffe von Pflanze zu Pflanze und von Pflanzenteil zu Pflanzenteil sehr stark schwanken. Ein einmal schwach wirkendes Blütenteil kann beim nächsten Mal ein Vielfaches des Wirkstoffes enthalten und dann mitunter lebensgefährliche Folgen haben. In Europa sind bei Menschen, die leichtfertig die Engelstrompete als Rauschmittel überdosiert zu sich genommen haben, immer wieder Vergiftungsfälle und delirante Zustände aufgetreten. Sogar Todesfälle sind bekannt.

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