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Niederlande: Coffeeshops sollen schließen

Laut aktuellen Pressemeldungen sollen in den niederländischen Städten Bergen op Zoom und Roosendaal sämtliche Coffeeshops geschlossen werden. Den Anfang macht die neue ab 2009 geltende Regelung, dass die Höchstmenge Marihuana (siehe Rauschmittel: Cannabis), die Kunden kaufen können, von fünf auf zwei Gramm gesenkt werden soll.

Auch der Vorrat der Läden wird von derzeit 500 auf später 300 Gramm reglementiert. Als zweiter Schritt, wird dann die endgültige Schließung der Coffeshops erwogen. Grund hierfür seien die über 20.000 Drogentouristen aus Frankreich und Belgien, die wöchentlich die Shops der beiden Orte stürmen. Damit hat das Vorgehen der beiden Orte Signalcharakter für das gesamte Land.

Coffeeshops exisieren seit 1976 in den Niederlanden und werden vom Staat als Stätten zum Verkauf von Cannabis an Landsleute geduldet. Legal ist dies trotzdem nicht, ebenso wie der Besitz dieses Rauschmittels, allerdings werden Verkauf, sowie Besitz für den Eigenbedarf strafrechtlich nicht verfolgt. Damit besitzen die Niederlanden eine der liberalsten Drogenpolitik in Europa und sind deshalb Ziel zahlreicher Drogentouristen aus den anliegenden Ländern.

Update: Wie in diversen Pressemeldungen zu lesen, ist für den morgigen Freitag ein Treffen der Bürgermeister aller niederländischen Orte, in denen Coffeeshops betrieben werden, anberaumt. 54 von 94 Bürgermeistern sind für eine Legalisierung von Cannabis.





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