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PCP / Angel Dust

Chemische Bezeichnung: Phenyl-Cyclidin-Piperidin bzw. Phenyl-Cyclohexyl-Piperidin
Gesetz:
nicht legal (BtmG)
Szenenamen:
Angel Dust, Crystal, Dust, Engelsstaub, Flakes, Hog High as a Dog), Hyperdust, Killerjoint, Magic Wack, Mist, Monkey, Peacepill, Peace Powder, Space Base, Star Tripper, Superweed, Wack


PCP ist die Abkürzung von
Phenyl-Cyclidin-Piperidin bzw. Phenyl-Cyclohexyl-Piperidin, eine Droge dessen Hochburg in den USA liegt und unter der eigentlichen Awendung als Anästhetikum (Narkose) entwickelt wurde. Da es bei Patienten allerdings zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Krampfanfällen und Halluzinationen kam, wurde das Mittel vom Markt genommen.

PCP ist ein weißes kristallines, gut wasserlösliches Pulver. Flüssiges (illegales) PCP ist meist sirupartig und braun bis schwarz. PCP wird jedoch öfter unter falschem Namen verkauft.

Als Droge erlebte PCP seine Hoch-Zeit in den 60er bis 70er Jahren, ist aber heute noch sehr aktuell, auch wenn sie wegen der unberechenbaren Wirkung verstärkt gemieden wird. Angel Dust ist sehr billig herzustellen, demenstprechend günstig zu erwerben und wird dadurch oft als Armen-Droge bezeichnet, wird aber zunehmend von Crystal Speed (vgl. Rauschmittel: Crystal Speed / Methamphetamin) abgelöst.

Aufnahme/Wirkungsdauer
Die Einnahme erfolgt meistens als Pulver oder Flüssigkeit. Gelegentlich wird es auch in Tablettenform oder in Gasform als Spray angeboten. Bei oraler Einnahme ist innerhalb von einer halben bis einer Stunde mit dem Rausch zu rechnen. Beim Rauchen sogar schon nach zwei bis fünf Minuten. Die Wirkung hält – abhängig von der Dosis – sechs bis zu 48 Stunden an.

Rausch
Die Rauschwirkung von PCP wird oft als eine der kältesten, nervösesten, uneuphorischsten und unkontrolliertesten überhaupt bezeichnet. Starke Euphorie oder panische Angst prägen den Rausch, wobei die unangenehmen und angstvollen Erlebnisse dominieren.

Bei niedriger Dosierung stellt sich ein verändertes Körpergefühl ein, die Umgebung wird als surreal angenommen und wirkt verzerrt. Das Denken ist beeinträchtigt und bei einigen verursacht die veränderte Wahrnehmung der Umgebung panische Angst. Diese Panik und das fehlende Schmerzempfinden kann unkontrolliert zu einem Fehlverhalten mit gesundheitsschädigendem Ausgang führen.

Bei höherer Dosierung wirkt PCP narkotisch und der Benutzer kann mitunter bewusstlos werden und verfällt später in einen starren apathisch wirkenden Zustand. Die Kontrolle über den Körper geht verloren und äußert sich in Bewegungsunfähigkeit, unartikuliertem Sprechen und unlogischem Denken. Der Benutzer fühlt sich von der Außenwelt abgeschnitten und Halluzinationen (vor allen Dingen akkustische in Form von “Geisterstimmen”) können verstärkt auftreten. PCP-Konsumenten werden stark verhaltensauffällig, was bis hin zu Tötungsdelikten führen kann.

Nachweiszeit
PCP lässt sich im Urin zwei bis vier Tage nach der letzten Einnahme nachweisen. Bei regelmäßigem Konsum kann sich PCP – durch die Einlagerung der Droge im Fettgewebe des Körpers – entsprechend länger nachweisen lassen. Eine ärztlich verordnete Gabe von Ketamin kann zu falsch positiven Ergebnissen führen.

Körperliche Wirkungen / Risiken während des Rausches
Bei Überdosierung tritt ein tiefes Koma ein, das tagelang andauern und bis hin zu Todesfällen führen kann.

Während des Rausches treten die fast üblichen Wirkungen wie Bluhochdruck, Temperaturanstieg (begleitet von starkem Schwitzen)m Übelkeit und Erbrechen auf. Das Schmerzempfinden ist drastisch gesenkt. Bei höheren Dosierungen ist eine starke Senkung des Herzschlags und des Blutdrucks zu beobachten. Starke Muskelkrämpfe und -zuckungen führen zu unkoordinierten Bewegungen, die bei noch höheren Dosierungen zu epileptischen Anfällen ausufern können.

Eine psychische Abhängigkeit ist möglich, da die Trips aber oft eine schlechte Erfahrung sind, eher selten. Eine physische mit Entzugserscheinugnen ist nicht möglich.

Langzeitfolgen
Der längerfristige Gebrauch von PCP kann zu Sprachstörungen, Minderung der Gedächtnisleistung und Depressionen führen.





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