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Schnüffelstoffe / Poppers

Gesetz: je nach Art legal oder nicht legal
Szenenamen:
Poppers, Jungle Juice, Explosive, Geilmacher

Jegliche Kleb-, Lack- und Verdünnungsstoffe können zum Schnüffeln missbraucht werden. Am meisten werden Klebstoffe und Lösungsmittel verwendet. Aber auch Benzin wird manchmal geschnüffelt. Da Schnüffelstoffe sehr billig zu haben sind, schnüffeln oft in den Dritte-Welt-Ländern schon 8-jährige Kinder.

Einige oft verwandte Lösungsmittel sind:
- Benzin
- Äther / Ether
- Toluol (eng verwandt mit Benzol)
- Trichloräthylen (stark süchtig machend)
- Chloroform/Trichlormethan (Lebergift und Lähmer der Herztätigkeit und des Atemzentrums)

Aufnahme/Wirkungsdauer
Die Schnüffelstoffe werden meistens in eine Tüte gefüllt und diese dann direkt an die Atemorgane gehalten und eingeatmet. Aber auch das Träufeln auf Taschentücher und anschließende Einatmen ist weit verbreitet. Der Rausch tritt nach wenigen Sekunden ein und dauert ca. 1 – 30 Minuten an.

Rausch
Nach Konzentrationsstörungen und schwacher Benommenheit treten Euphorie, Enthemmung und Halluzinationen auf. Die Wirkung von Poppers im Körper ist folgende. Im Blut schnell zum Hirn transportiert hemmt es die Schmerzwahrnehmung und löst einen kurzen Rausch aus. Danach sinkt auf Grund der erweiterten Blutgefäße der Blutdruck, die Haut rötet sich stark und ein Hitzegefühl macht sich im gesamten Körper breit.

Körperliche Wirkungen / Risiken während des Rausches
Schnüffelstoffe sind meist sehr ätzendund reizen daher bei jedem Konsum die Schleimhäute; können im schlimmsten Fall sogar die Atemwege zerstören. Neben Übelkeit stellt sich oft auch Erbrechen und kurzzeitige Verwirrtheit ein.

Falls Schnüffelstoffe verschluckt werden, zieht man sich eine starke Vergiftung zu, die einen in Lebensgefahr versetzt.

Langzeitfolgen
- extreme Zerstörung der Atemwege, der Nieren und der Leber
- Irreversible Hirnschäden (Nervensystem)
- Konzentrations- und Leistungsstörungen
- schwere psychotische Bilder
- Atemstillstand
- Herz-Kreislaufversagen möglich

Safer Use
Poppers nie trinken oder sonstwie mit der Haut in Berührung kommen lassen. Die Nitrite sind stark ätzend. Bei Verätzungen der Haut mindestens 20 Minuten mit kaltem Wasser spülen.

Bei Verschlucken der Poppers nur kaltes Wasser zu trinken geben, niemals zum Erbrechen bringen, da sonst die Speiseröhre und der Rachen noch mehr verätzt werden können. Sofort einen Notarzt rufen.

Sonderfall Äther / Ether
Da Ether seit der Mitte des 19. Jahrhunderts als Narkosemittel eingesetzt wurde und heute hochgereinigt mit anderen Narkotika kombiniert eingesetzt wird, ist seine Schädlichkeit eher gering.

Dauerkonsum und übermäßiger Gebrauch jedoch führen zu schmerzhaften Reizungen der Nasen- und Rachenschleimhaut (Inhalation) bzw. starken Magenbeschwerden (orale Einnahme).

Sonderfall Poppers
Diese verbotenen organischen Nitrite (Amylnitrit und Butylnitrit) sind wegen ihrer nachgesagten Aphrodisierung und Enthemmung oft in Tanzclubs und Sexshops erhältlich. Amylnitrit wurde früher bei Angina Pectoris (schmerzhafter Verengung der Herzkranzgefäße) verabreicht. Butylnitrit ist beispielsweise in sehr geringen Mengen in Raumduftaromen oder auch der Flüssigkeit für Tonkopfreiniger enthalten.

Die Droge befindet sich in kleinen Fläschchen, die sehr bunt und auffällig sind. Poppers sind eine gelbliche Flüssigkeit, riechen stark fruchtig, unangenehm und können empfindliche Nasenschleimhäute schnell verätzen.





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