Polizei fordert weicheren Spielraum bei Drogenfunden

Drug Infopool Letztes Update:
11. Oktober 2010
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Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstützt Forderungen von Drogenexperten zur stärkeren Konzentration der Strafverfolgung auf Dealer und Drogenhändler. die GdP fordert, dass die Polizei – ebenso wie die Staatsanwaltschaft – die Möglichkeit bekommen muss, selbst zu entscheiden, ob sie den Besitz von Kleinstmengen von Cannabis zur Anzeige bringt.

Nach geltenden Recht müssen Polizeibeamte den Besitz von Cannabis bereits ab dem ersten Gramm strafrechtlich verfolgen und das mit dem Wissen, dass diese danach von der Staatsanwaltschaft reihenweise wegen Geringfügigkeit eingestellt werden. „Das bindet ungeheuere Ressourcen und hindert die Polizei daran, zielgerichtet gegen die Dealer und Hintermänner des Drogenkartells vorzugehen“, kritisiert GdP-Landesvorsitzender Frank Richter auf einem dreitägigen Fachseminar seiner Gewerkschaft in Grefrath/Niederrhein. „Das Ziel muss die Eindämmung des Drogenkonsums sein, nicht die Kriminalisierung der meist jugendlichen Drogenkonsumenten“.

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